Veränderte Maßnahmen zum Schutz unserer Bewohner*innen

Veränderte Maßnahmen zum Schutz unserer Bewohner*innen

 

Sehr geehrte Angehörige,

seit unserem ersten Anschreiben vom 13.03.2020 haben wir privat, als auch beruflich einen außergewöhnlichen Weg zurückgelegt. Insbesondere unsere Bewohner und Sie als deren Freunde und Angehörige mussten zahlreiche Einschränkungen in Kauf nehmen. Gemeinsam haben wir es mit einer außergewöhnlichen Solidarität und Disziplin als auch einem Quäntchen Glück geschafft, uns vor Corona Infektionen im St.-Laurentius-Stift zu schützen.

Es ist für uns alle erfreulich zu sehen, dass sich die Situation bzgl. der Neuinfektionen deutschlandweit und vor allem regional aktuell entspannt. Auch wenn der Gesetzgeber, in diesem Fall das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, bisher keine wesentlichen Lockerungen in seiner „Corona-Schutzverordnung“ vorgenommen hat, möchten wir einige Schritte in Richtung einer neuen Normalität machen. Diese neue Normalität soll den Brückenschluss schaffen zwischen dem Infektionsschutz hinsichtlich unserer Mitarbeitenden und insbesondere unserer Bewohner als auch dem bestmöglichen Umfang an Sozialkontakten. Die sozialen Kontakte sind für das Wohlbefinden und schlussendlich sogar für das Leben unserer Bewohner von existenzieller Bedeutung. Dies ist uns genau so klar, wie die Tatsache, dass eine Einschränkung dieser Kontakte, wie in den vergangenen Monaten geschehen, nur eine absolute Ausnahme in einer bedrohlichen Gefahrenlage sein darf. Nun möchte ich Sie über folgende Schritte informieren, welche ab sofort (05.06.2020), umgesetzt werden:

  • Grundsätzlich dürfen unsere Bewohner die Einrichtung wieder verlassen. Nach Möglichkeit rufen Sie unsere Mitarbeiter direkt auf dem Wohnbereich an
    • Wohnbereich Berkelaue (WB E)       02541 8915035
    • Wohnbereich Rosengarten (WB 1)   02541 8915135
    • Wohnbereich Lindenallee (WB 2)     02541 8915235
    • Dort können Sie individuell die Möglichkeit zu einem Besuch außerhalb der Einrichtung vereinbaren. Bitte berücksichtigen Sie in diesem Zuge, dass das Wohnbereichspersonal nur eine begrenzte Anzahl an Bewohnern gleichzeitig zum Haupteingang begleiten kann. Falls Sie vollständig mobile Bewohner sehen möchten, können Sie den Kontakt natürlich auch auf direktem Weg herstellen. Für uns ist es trotzdem wichtig von dem Besuch zu erfahren. Wir bitten Sie deshalb, einen ausgefüllten „Kurzscreening Bogen für Besucher“ mitzubringen. Auch diesen gebe ich Ihnen schon einmal in diesem Anschreiben mit. Im Idealfall fertigen Sie sich Kopien an und bringen diese Selbstauskunft direkt zum Besuch ausgefüllt mit. Halten Sie sich nach Möglichkeit an einen Zeitkorridor von höchstens einer Stunde pro Besuch, da es ansonsten vermutlich zu große Überschneidungen bei der Besucherzahl geben wird. Verzichten Sie des Weiteren bitte auf tägliche Besuche. Am Wochenende sollten die Besuche auf einen begrenzt werden, damit unsere Mitarbeiter nicht zu stark bei der Betreuung unserer Bewohner gestört werden.
  • Sie können weiterhin Termine für die Besuche an den Besuchsfenstern über unsere Verwaltung vereinbaren. Jedoch werden diese nicht mehr wie bisher engmaschig begleitet. Wir bitten Sie auch in diesem Zuge die „Kurzscreening Bögen“ eigeninitiativ auszufüllen.
  • Die heilige Messe findet Montags wieder im Altenzentrum statt. Sie wird im Innenhof als „Open Air Gottesdienst“ abgehalten.
  • Therapeuten dürfen unter Einhaltung unserer Hygienevorschriften (besonderer Mund- und Nasenschutz „FFP2“/Händehygiene) wieder ins Haus kommen. Hierbei beschränken wir uns jedoch zunächst auf zwei größere Therapiepraxen, die uns jeweils nur einen Mitarbeiter an festgelegten Tagen entsenden. Für individuelle Absprachen und Wünsche kontaktieren Sie bitte den Assistenten der Pflegedienstleitung, Herrn Kemmann (02541 8915131).
  • Fußpflege/Podologie wird wieder angeboten. Hier gelten ähnliche Vorgaben wie zum Punkt Therapeuten beschrieben.
  • Friseurleistungen werden wieder angeboten. Diese finden ebenfalls unter besonderen hygienischen Vorkehrungen statt (besonderer Mund- und Nasenschutz „FFP2“/Händehygiene und gesondertes Haare waschen). Aufgrund eines personellen Engpasses unseres bisherigen Friseurs wird ein weiterer Friseursalon bei uns tätig sein.
  • Hausintern werden unsere Quarantäneregelungen nach Neuaufnahme und Rückkehr aus dem Krankenhaus deutlich von bisher 14 Tage auf 3 Tage Zimmeraufenthalt gelockert.
  • Wir verzichten ab sofort auf das Tragen von Schutzkitteln beim Pflegepersonal (Ausnahme in den reduzierten Quarantänemaß-nahmen) – Mundschutz wird weiterhin genutzt.
  • In Kürze werden auch die Renovierungen der vom Wasserschaden betroffenen Dienstzimmer und Wohnbereichsküche wieder aufgenommen.

Besuche in der Einrichtung können aufgrund der damit verbundenen, nicht kontrollierbaren Häufung von Kontakten und Problemen mit der Abstandswahrung weiterhin nur unter besonderen Umständen gewährt werden.

Abschließend muss uns klar sein, dass die Gefahr nicht gebannt ist. Weiterhin ist es so, dass die älteren Menschen – ihre Angehörigen und Bewohner*innen zu dem besonders gefährdeten Personenkreis gehören. Eine Ansteckung mit dem Virus kann Menschen mit geringen Abwehrkräften und damit für alte Menschen tödlich verlaufen.

Wir wissen nicht, wie sich die Öffnung der Kindergärten und der Schulen in den kommenden Wochen auswirken wird. Auch die jahreszeitliche Komponente mit einer Gefahr für eine „zweite Welle“ im Herbst/Winter ist nicht abzuschätzen. Deshalb bitte ich Sie und damit meine ich alle Menschen, die mit dem St.-Laurentius-Stift in unmittelbarem Kontakt stehen, um die Einhaltung der benannten Hygieneregeln. Diese Hygieneregeln, die ich diesem Schreiben noch einmal beifüge, sehen wir als eine Art Verhaltens-Codex. Es ist uns ein Anliegen, höchstmögliche Freiheit mit höchstmöglicher Bewohnersicherheit zu vereinen und dabei sollte jeder selbstbestimmt und verantwortungsvoll handeln können. Wir bauen dabei weiterhin auf das Prinzip der Solidarität den Schwachen und Alten gegenüber und hoffen bis auf weiteres, dass sich alle Beteiligten an unseren „Codex“ halten.

Neben diesem Verhaltenscodex möchten wir auch in Zukunft schnell auf veränderte Situationen reagieren können. Das bedeutet, dass wir gewisse Einschränkungen doch wieder einführen, falls beispielsweise die Infektionszahlen in Coesfeld wieder deutlich ansteigen sollten. Dies könnte unter Umständen kurzfristig und unbürokratisch möglich sein. Hierzu möchten wir nach Möglichkeit unseren E-Mail-Verteiler ausbauen und unsere Homepage als Informationsweg nutzen. Falls noch nicht geschehen, teilen Sie uns bitte Ihre aktuelle E-Mail-Adresse mit. Selbstverständlich erhalten alle Angehörigen und Betreuer auch weiterhin Post, falls uns keine gültige E-Mail Adresse vorliegt. 

Abschließend bedanke ich mich auf diesem Weg bei allen Beteiligten für die Geduld, den Kontroversen, den ehrlichen Umgang und die Disziplin der vergangenen Wochen und Monate. Ich hoffe auf eine unbeschwerte Zukunft, geprägt von Gesundheit und Freiheit für uns alle.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gemeinsam mit unserem Leitungsteam gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Siefert

Einrichtungsleitung