Corona-Update-Stand 06.04.2020

Sehr geehrte Angehörige,

die Corona-Pandemie stellt uns als Gesellschaft vor eine große Herausforderung, es bedarf besonderer Maßnahmen um die Ausbreitung zu verlangsamen und spezielle Präventionsmaßnahmen, um besonders alte und kranke Menschen bestmöglich vor einer Ansteckung zu schützen.

Auch wir im St.-Laurentius-Stift Coesfeld haben bereits besondere Schutz-/Präventionsmaßnahmen eingeleitet um unsere Bewohner/innen vor dem Virus zu schützen.

Neben dem Besuchsverbot in Altenpflegeheimen, welches durch eine Verordnung des Ministerium für Gesundheit und Soziales geregelt wird, haben wir weitere umfangreiche Maßnahmen eingeleitet.

Die Zimmerisolation aller Bewohner ist eine für die Freiheit und Individualität unserer Bewohner, einschneidende und drastische Maßnahme. Alle Gruppenangebote des sozial-therapeutischen Dienstes in unserer Einrichtung sind bis auf weiteres ausgesetzt. Unsere Mitarbeiter tragen zum Schutz der Bewohner bei jeglichem pflegerischen Kontakt Schutzkleidung um die Gefahr einer Ansteckung der Bewohner durch Mitarbeiter zu vermeiden. Arbeitsorganisatorisch haben wir die Strukturen in unserer Einrichtung so umgestellt, dass auch die Mitarbeiter untereinander nur den allernötigsten Kontakt zueinander haben, so versuchen wir mögliche Infektionswege zu reduzieren.

Die Corona-Pandemie scheint metaphorisch gesprochen eher einem Marathon zu ähneln, als einem Sprint. Daher haben wir zur Vereinsammungsprophylaxe zahlreiche Maßnahmen unternommen um unseren Bewohnern zumindest ein gewisses Gefühl von Normalität zu vermitteln. Neben der Möglichkeit digital per „Skype“ oder „Whats App“ über eigens angeschaffte Tabletts mittels Videotelefonie, mit Ihren Angehörigen zu kommunizieren, haben wir ein besonderes Augenmerk auf die individuelle Einzelbetreuung gelegt. Ein „Zimmerkiosk“ wurde etabliert, spirituelle Angebote wie seelsorgerische Gespräche oder die Übertragung der heiligen Messe im Fernsehen, tragen dazu bei. Zur Mobilitätsförderung bieten wir „MotoMed“ (Bettfahrrad) -Training auf dem Zimmer an. Zudem setzen wir alles Mögliche daran, Ihre Angehörigen im eins zu eins Kontakt nach draußen zu begleiten.

Hierfür wurde ein separater Dienstplan entwickelt, auf dem sich alle Mitarbeiter der pflegefernen Abteilungen (Verwaltung, Hauswirtschaft, Pflegedienstleitung, Einrichtungsleitung), wohnbereichsbezogen in Schichten eingeteilt haben, um gerade am kommenden Osterwochenende mit allen vorhanden Personalressourcen möglichst vielen Bewohnern einen Gang ins Freie zu ermöglichen.

Uns ist bewusst, dass die Sehnsucht beider Seiten groß ist, sich wiederzusehen. Der Kontakt zu Ihren geliebten Angehörigen ist ein hohes Gut. Wir möchten dennoch an Sie appellieren, auch an den kommenden Ostertagen auf einen Besuch zu verzichten. Auch Kontakt über Fenster und Zäune im Innenhof stehen wir kritisch gegenüber. Dies weckt Begehrlichkeiten und kann Einrichtungsseits nicht für alle Bewohner gleichermaßen ermöglicht werden.

Wir überprüfen täglich in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden, den notwendigen Fortbestand der Präventionsmaßnahmen. Das Corona-Virus hält schon längst Einzug im Kreisgebiet, aus den Medien entnehmen Sie täglich, dass immer mehr Seniorenheime mit Fällen betroffen sind.

Wir möchten Ihnen versichern, dass wir alles Mögliche tun um den Schutz unserer Bewohner so hoch wie eben möglich zu gewährleisten. Dafür sind wir insbesondere auf Ihr Vertrauen und Ihre Solidarität angewiesen. Wir pflegen einen transparenten Umgang mit der Situation und halten Sie über die bekannten Kanäle stets auf dem laufenden.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen natürlich weiterhin wie gewohnt zur Verfügung. Helfen Sie uns beim Schutz Ihrer Angehörigen und bleiben Sie zuhause.

Wir wünschen Ihnen in diesen besonderen Zeiten, viel Kraft, Gesundheit und schöne Ostertage.

Mit freundlichen Grüßen

Maximilian Kemmann

Assistenz der Pflegedienstleitung